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enwor: Trinkwasserversorgung wird noch sicherer

(vom 17.11.2014)

Bald fließen Daten zwischen Wehebach-  und Dreilägerbachtalsperre

Stolberg/Roetgen. Ein Leerrohr und eine Rohwasserleitung - nicht für den Wassertransport, wie man mutmaßen möchte - sondern für einen schnellen und sicheren Datentransport - sind Mittelpunkt einer aktuellen Baumaßnahme der enwor – energie & wasser vor ort GmbH (enwor).

Es geht um eine Glasfaserdatenleitung zwischen der Trinkwasseraufbereitungsanlage (TWA) an der Wehebachtalsperre in Stolberg Schevenhütte und der zentralen Leitwarte für die Trinkwasserversorgung in der TWA in Roetgen an der Dreilägerbachtalsperre.

14 Kilometer

Die Glasfaserverbindung wird in zwei Bauphasen hergestellt. Von Stolberg-Venwegen verlegte die enwor zunächst ab Ende Oktober entlang eines Wanderweges ein Leerrohr (sechs Zentimeter Durchmesser) über eine Strecke von vier Kilometern bis nach Breinigerberg. Dort mündet das Leerrohr in eine Rohwasserleitung, die über eine Strecke von zehn Kilometern zur Trinkwasseraufbereitungsanlage an der Wehebachtalsperre führt.

Roboter hilft

In der zweiten Phase wird ein Glasfaserkabel in die Rohwasserleitung eingezogen. Über die zehn Kilometer gleichmäßig verteilt wird die Leitung zunächst an acht Stellen geöffnet, so dass nach jeweils einem Kilometer ein Zugang entsteht. Anschließend wird mit Hilfe eines mobilen Roboters dann Kilometer für Kilometer ein Stahlseil durch die Leitung gezogen. Mit Hilfe des Stahlseils wiederum wird das Glasfaserkabel dann über die gesamte Länge eingezogen. Zwischenzeitlich wird das Glasfaserteam der enwor in das neu verlegte Leerrohr zwischen Venwegen und Breinigerberg die Glasfaserleitung mittels Einblasverfahren einbringen, was nur wenige Stunden dauert. Die gesamte Baumaßnahme wird voraussichtlich im Februar 2015 beendet sein.

Vernetzung macht Trinkwasserversorgung sicherer

Schon in den Vorjahren wurden die Kalltalsperre und das Pumpwerk Rurberg über schnelle Glasfaserleitungen an die TWA Roetgen angeschlossen. Hierzu wurden 2000 Meter Seekabel und mehr als sechs Kilometer Leerrohr durch den Kallstollen bis zum Entnahmeturm Kalltalsperre verlegt und anschließend ein Lichtwellenleiterkabel  eingeblasen. Die Strecke wurde daraufhin noch um 500 Meter Seekabel und 5,5 Kilometer Erdkabel bis Rurberg erweitert.  Nach Anbindung der TWA Wehebachtalsperre werden auch noch die Grundwassergewinnungs-und -aufbereitungsanlagen in Stolberg-Binsfeldhammer und Eschweiler-Hastenrath über Glasfaserkabel mit der Leitstelle in der TWA Roetgen verbunden.

Mehr Sicherheit

Durch die schnelle Datenübermittlung aus und zu den Trinkwassergewinnungsanlagen können in der rund um die Uhr besetzten zentralen Leitstelle in der TWA Roetgen Zustandsänderungen sofort erkannt werden und notwendige Eingriffe in die Abläufe fast zeitgleich über Fernsteuersysteme erfolgen. Zudem bieten die unternehmenseigenen Datenleitungen eine höhere Betriebssicherheit gegenüber der Nutzung von Fremdnetzen.

Kontakt

Fragen zu dieser Baumaßnahme beantwortet bei enwor  gerne Dirk Delsemmé, Telefon 02407/579-6151 oder dirk.delsemme@enwor.de.

Kabelverlegung