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Ihre Fragen zum Thema
moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme 

Seit Herbst 2016 ist das „Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende (GDEW)“ in Kraft. Alle als Verteilnetzbetreiber und grundzuständige Messstellenbetreiber tätigen Unternehmen haben damit die Pflicht, moderne Messeinrichtungen (mMEe) und intelligente Messsysteme (iMSsys) flächendeckend einzuführen. Auch die enwor GmbH ist somit gesetzlich verpflichtet, die Modernisierung der Stromzähler in der Zeit von 2017 bis 2032 in Herzogenrath und Würselen umzusetzen.

Was sind Moderne Messeinrichtung? 

Die moderne Messeinrichtung ist ein digitaler Stromzähler mit verbesserten Möglichkeiten zur Erfassung der Verbräuche. Sie bildet die Grundausstattung für die zukünftige Stromverbrauchsmessung. Bei Bedarf kann die moderne Messeinrichtung mit einem Smart Meter Gateway zu einem intelligenten Messsystem erweitert werden. Den Einbau übernimmt enwor kostenfrei. Gegebenenfalls können Umbaukosten anfallen.

Wie sehen die modernen Messeinrichtungen aus?
Grundsätzlich passen die neuen Messeinrichtungen an die Stelle der bisherigen Zähler und sind ungefähr genau so groß. Wie bisher müssen die Zählerplätze dem aktuell gültigen technischen Regelwerk entsprechen und die Technischen Anschlussbedingungen (TAB) des Netzbetreibers einhalten.

Kosten für die moderne Messeinrichtungen
Die Kosten für den Betrieb einer modernen Messeinrichtung belaufen sich nach GDEW auf ca. 20 Euro im Jahr.

Was ist ein intelligentes Messsystem?
Ein intelligentes Messsystem besteht aus zwei Komponenten - der modernen Messeinrichtung und einer Kommunikationseinheit (Smart Meter Gateway). Diese Kommunikationseinheit erfüllt die Datenschutz- und Datensicherheitsvorgaben des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Sie bildet eine standardisierte technische Basis für eine Vielzahl von Anwendungsfällen in den Bereichen Netzbetrieb, Strommarkt und Energieeffizienz.

Wie sieht das intelligente Messsystem aus?

Welche Kosten entstehen für intelligente Messsysteme?
Wer bekommt wann was?

Muss oder kann der Messstellenbetreiber einen Smart Meter einbauen? maximale jährliche Bruttokosten je Messeinrichtung Einbau ab
Betreiber Strom erzeugender Anlagen:
Erzeuger
 > 1 bis 7 Kilowatt Nennleistung
Optional 60 € 2018
Erzeuger
 > 7 bis 15 kW Nennleistung
Pflicht 100 € 2017
Erzeuger
 > 15 bis 30 kW Nennleistung
Pflicht 130 € 2017
Erzeuger
 > 30 bis 50 kW Nennleistung
Pflicht 170 € 2017
Erzeuger
 > 50 bis 100 kW Nennleistung
Pflicht 200 € 2017
Stromverbraucher: 2020
Verbraucher < 2000 kWh / Jahr Optional 23 € 2020
Verbraucher > 2.000 bis 3.000 kWh / Jahr Optional 30 € 2020
Verbraucher > 3.000 bis 4.000 kWh / Jahr Optional 40 € 2020
Verbraucher > 4.000 bis 6.000 kWh / Jahr Optional 60 € 2020
Verbraucher > 6.000 bis 10.000 kWh / Jahr Pflicht 100 € 2020
Verbraucher > 10.000 bis 20.000 kWh / Jahr Pflicht 130 € 2017
Verbraucher > 20.000 bis 50.000 kWh / Jahr Pflicht 170 € 2017 
Verbraucher > 50.000 bis 100.000 kWh /Jahr Pflicht 200 € 2017

 

Mit dem Einbau der intelligenten Messsysteme kann die enwor beginnen, wenn mindestens drei voneinander unabhängige Hersteller zertifizierte Gateways am Markt anbieten. Anschlussnutzer, die von der Umrüstung betroffen sind, werden von enwor drei Monate vor dem vorgesehenen Einbau schriftlich informiert.

Worum geht es beim Einbau intelligenter Messsysteme?
Mit dem Einbau von intelligenten Messsystemen zieht ein Stück Energiewende in jeden Haushalt ein. Denn für die technische Umsetzung der Energiewende muss nicht nur die Stromerzeugung auf erneuerbare Energien umgestellt werden und die Netze ertüchtigt werden, sondern auch die Verbräuche besser kalkulierbar werden, um das schwankende Gesamtsystem weiterhin stabil steuern zu können. Durch die intelligenten Messsysteme trägt also jeder Verbraucher ein Stück dazu bei, die technischen Voraussetzungen für das Gelingen der Energiewende zu schaffen.

Wie profitieren Verbraucher unmittelbar vom Einsatz intelligenter Messsysteme?
Die Verbraucher profitieren in vielfacher Hinsicht: Zum einen erhalten sie eine präzise Visualisierung ihres Verbrauchsverhaltens. Hierbei können Stromfresser oder energieintensive Verbräuche identifiziert werden. Dies motiviert zu energiesparendem Verhalten. Des Weiteren ermöglicht der Einsatz auch das Monitoring von Photovoltaikanlagen oder anderen Stromerzeugungsanlagen und kann Schwachstellen identifizieren.

Wie wird Datenschutz und Datensicherheit gewährleistet?
Eine Datenübermittlung wird ausschließlich für die energiewirtschaftlich zwingend notwendigen Anwendungsfälle vorgesehen. Ein erweiterter Datenverkehr bedarf stets der Zustimmung des Verbrauchers. Umfassende Dokumente zum Thema Datenschutz sind auf der Homepage des BSI (www.bsi.bund.de ) veröffentlicht.
Konkret bedeutet das, dass die enwor, bzw. der Energieversorger, von dem der Kunde seinen Strom bezieht, die Verbrauchswerte erhält. Auch die Netzbetreiber erhalten Daten. Von Haushalten mit einem Jahresverbrauch von weniger als 10.000 kWh bekommen alle Datenzugriffsberechtigten – wie bei herkömmlichen Zählern auch – nur die Gesamtmenge des Stromverbrauchs für das ganze Jahr.
Liegt der Verbrauch höher, werden mehr Daten übertragen. Der Energieversorger und der Übertragungsnetzbetreiber erhalten jeden Tag ein Verbrauchsprotokoll in 15-Minuten-Intervallen. Vom Anlagenbetreiber bekommen sie Tagesprotokolle der Einspeisevorgänge in 15-Minuten-Intervallen.

Kann man einer Einbauverpflichtung widersprechen?
Wie aktuell bei herkömmlichen Stromzählern ist auch der Einbau von intelligenten Messsystemen zu dulden.

Die enwor ist grundzuständiger Messstellenbetreiber.  Was bedeutet das?
Das bedeutet, dass enwor in ihrem Versorgungsnetz für den Einbau und Betrieb von intelligenten Messsystemen und modernen Messeinrichtungen verantwortlich  ist, solange und soweit sich der jeweilige Verbraucher oder Anlagenbetreiber nicht gezielt für ein anderes Unternehmen als Messstellenbetreiber entscheidet.