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Die Bestandteile Ihres Strompreises

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Der Strompreis für unsere Haushaltskunden

Drei grundsätzliche Bestandteile

 

  1. Kosten für Strombeschaffung, Vertrieb, Service und Dienstleistungen
    Dies sind die von enwor grundsätzlich zu beeinflussenden Preisbestandteile. Ihr durchschnittlicher Anteil am Strompreis für unsere Haushaltskunden liegt 2017 voraussichtlich bei etwa 20 Prozent.
  2. Regulierte Netzentgelte
    Die Kosten für die Netzinfrastruktur werden über die Netzentgelte auf die Netznutzer und damit auf die Endkunden im jeweiligen Versorgungsgebiet verteilt. Die Regulierungsbehörden von Bund (Bundesnetzagentur) und Ländern stellen sicher, dass die Netzentgelte angemessen und diskriminierungsfrei sind. Der dynamische Ausbau der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien hat erhebliche Investitionen in die Übertragungs- und Verteilernetze und steigende Aufwendungen für netzstabilisierende Maßnahmen ausgelöst. Dies führt unter anderem dazu, dass seit 2012 in vielen Regionen Deutschlands steigende Netzentgelte zu verzeichnen sind. Dieser Anteil am Strompreis für Haushaltskunden liegt 2017 im Durchschnitt bei 26 Prozent, kann aber regional starkvariieren. Zu den Netzentgelten zählen auch die Entgelte für Messung, Messstellenbetrieb und Abrechnung.
    Aufgrund geänderter rechtlicher Vorgaben werden ab 2017 keine gesonderten Abrechnungsentgelte mehr ausgewiesen, die Kosten für die Abrechnung sind in den Netzentgelten enthalten. Weiterhin werden die Entgelte für Messstellenbetrieb und für Messung zu einem Entgelt (für Messstellenbetrieb) zusammengefasst.

 

Erläuterungen zu den staatlich induzierten Preisbestandteilen

Insgesamt machen die staatlich bzw. gesetzlich veranlassten Preisbestandteile (Steuern, Abgaben und Umlagen) 2017 54 (58,4%?) Prozent des Strompreises für Haushaltskunden aus.

Konzessionsabgabe
1,59 ct/kWh
Die Konzessionsabgabe ist ein Entgelt an die Kommune dafür, dass Straßen und Wege für den Betrieb von Stromleitungen benutzt werden können. Ihre Höhe variiert in Abhängigkeit von der Gemeindegröße (§2 Konzessionsabgabenverordnung (KAV).
Strom- /Energiesteuer
2017 2,05 ct/kWh
2016 2,05 ct/kWh
Die Stromsteuer/Energiesteuer ist eine durch das Stromsteuergesetz/Energiesteuergesetz geregelte Steuer auf den Energieverbrauch. Sie gilt seit April 1999.
EEG-Umlage
2017: 6,88 ct/kWh
2016: 6,35 ct kWh
Mit der EEG-Umlage wird die Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien gesetzlich gefördert. Die aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) entstehenden Mehrbelastungen werden bundesweit an die Letztverbraucher weitergegeben, seit April 2000 als EEG-bedingte Mehrkosten (vorher Stromeinspeisungsgesetz), seit Januar 2010 als EEG-Umlage.
KWKG-Umlage
2017: 0,438 ct/kWh
2016: 0,445 ct /kWh
Mit dem KWK-Aufschlag wird die ressourcenschonende gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme gesetzlich gefördert. Die aus dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWK-G) entstehenden Belastungen werden bundesweit an die Letztverbraucher weitergegeben Die Umlage gibt es seit Mai 2000, seit April 2002 auf Basis des KWK-Gesetzes 2002. Mit der Novelle des KWK-Gesetzes hat der Gesetzgeber die Verbrauchsgrenze bis zu welchem der reguläre KWK-Aufschlag zu zahlen ist von 100.000 kWh auf 1.000.000 kWh je Abnahmestelle erhöht.
Hinweis. Aufgrund des laufenden Gesetzgebungsverfahrens zum KWKG bestehen Unsicherheiten aufgrund beabsichtigter Änderungen der Privilegierungstatbestände für stromintensive Unternehmen. Der Gesetzgeber beabsichtigt eine verminderte Umlage ab 1.000.000 kWh nur noch in Anlehnung an besondere Ausgleichsregelung, wie sie bereits im EEG erfolgt, zu gewähren.
§ 19 StromNEV-Umlage
2017: 0,388 ct/kWh
2016: 0,378 ct/kWh
Mit der § 19 StromNEV-Umlage wird die Entlastung stromintensiver Unternehmen von Netzentgelten gesetzlich finanziert. Die aus diesen Entlastungen der Strom-Netzentgeltverordnung (StromNEV) entstehenden Kosten werden bundesweit an alle Letztverbraucher weitergegeben. Seit Jahresbeginn 2012 wird die Entlastung als bundesweite Umlage direkt von allen Endverbrauchern getragen. Die Verbrauchsgrenze, bis zu welchem der reguläre Umlagebeitrag erhoben wird, liegt bei 1.000.000 kWh.
Offshore-Haftungsumlage
2017: - 0,028 ct/kWh
2016:  0,04 ct/kWh
Mit der Offshore-Haftungsumlage nach § 17 f des Energiewirtschaftsgesetzes werden Risiken der Anbindung von Offshore-Windparks an das Stromnetz abgesichert (z. B. verspäteter Anschluss von Offshore-Windparks an das Übertragungsnetz an Land oder langdauernde Netzunterbrechungen). Die aus der Offshore-Haftungsumlage entstehenden Belastungen werden bundesweit an die Verbraucher weitergegeben. Diese Umlage wurde zum 1. Januar 2013 eingeführt und darf gemäß § 17 f Abs. 5 Satz 2 EnWG bei einem Letztverbrauch an einer Abnahmestelle bis 1.000.000 kWh/Jahr das Netzentgelt höchstens um 0,25 ct/kWh erhöhen
Umlage für abschaltbare Lasten nach §18 AbLaV
2017: 0,006 ct/kWh
2016: -
Hierbei handelt es sich um eine Umlage zur Vorhaltung von Abschaltleistung nach der „Verordnung zu abschaltbaren Lasten“. Mit der Umlage werden die Anbieter von Abschaltleistung aus abschaltbaren Lasten vergütet, falls der Netzbetreiber diese zum Zweck der Systemstabilisierung abruft. Die Kostenwälzung erfolgt analog zu den Vorgaben des KWK-G. Die Umlage ist bundesweit einheitlich, wurde jedoch aufgrund der bevorstehenden Novellierung der Verordnung im Kalenderjahr 2016 nicht erhoben. Eine Veröffentlichung und Erhebung der Umlage für abschaltbare Lasten ist im Jahr 2017 wieder vorgesehen.
Mehrwertsteuer
19%
Die Mehrwertsteuer wird auf den gesamten Strompreis mit all seinen Bestandteilen erhoben. Durch die Erhöhung der Mehrwertsteuer am 1. Januar 2007 um drei Prozentpunkte ist der Staatsanteil am Strompreis weiter gestiegen.